Konfliktkultur

 

 

 

Unsere Konfliktkultur

 

- Unser Schulmotto
- Unsere Regeln für das soziale Miteinander
- Gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten im Konflikt

- STOP
- Dreischrittige Ärgermitteilung (SÄM)
- Klassenrat
- Konfliktlotsen

-  Tat-Ausgleich

 

 

 

 

 Unsere Konfliktkultur

 

 Konflikte gehören zum Alltag eines jeden Menschen. Sie geben uns die Chance zur Veränderung und Weiterentwicklung.

„Man soll die Herrschaft über den Konflikt an die Menschen, die die Konflikte haben, zurückgeben. Denn der Wachstumsprozess gehört ihnen und den sollen sie auch erleben.“

Ch. Hatlapa

Unsere Schule möchte eine Kultur des konstruktiven Umganges mit Konflikten leben.

Unsere Lehrkräfte und Schulsozialarbeiterinnen haben Fortbildungen besucht und wurden diesbezüglich durch das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein geschult.

Wir lehnen die Lösung von Streit durch Gewalt ab. Durch die Bearbeitung von Auseinandersetzungen soll eine weitere Eskalation von Konflikten vermieden werden.

Unsere Schülerinnen und Schüler lernen für ihr weiteres Leben ihre Bedürfnisse während des Streits auf friedliche Weise zu äußern.

Die Schülerinnen und Schüler lernen Verhaltensweisen für ein soziales Miteinander:
- Eigene Bedürfnisse zu benennen,
- die eigene Position zu vertreten,
- ihre Fähigkeiten zu erproben,
- Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen,
- gewaltfrei zu streiten,
- einen Sachverhalt von verschiedenen Seiten zu betrachten und
zu verhandeln.

 

Unser Schulmotto

Ein schulisches Motto zum sozialen Umgang wird derzeit entwickelt werden.

 

Unsere Regeln für das soziale Miteinander

Voraussetzung für ein soziales Miteinander in Schule ist ein klar abgesteckter und allen bekannter Werterahmen.

 

Unsere Regeln sind:

- Ich verletze niemanden durch Taten, Worte und Gesten.
- Ich gehe ordentlich mit eigenen und fremden Sachen um und frage, wenn ich etwas nehmen möchte.
- Ich löse meine Konflikte fair.

 

Gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten im Konflikt

Ab der 1. Klasse werden die Schülerinnen und Schüler mit der STOP-Regel und der dreischrittigen Ärgermitteilung als Methoden einer gewaltfreien Kommunikation vertraut gemacht.
Besteht trotz der STOP-Regel und SÄM weiterhin der Konflikt, gibt es folgende Möglichkeiten der Konfliktlösung an unserer Schule:
- Klassenrat
- Konfliktlotsen
- Tat-Ausgleich

 

STOP-Regel

Schülerinnen und Schüler lernen mit festem Stand, lauter Stimme und deutlicher Mimik und Handbewegung „STOP“ zu sagen, wenn sie das Verhalten der Mitschüler oder Mitschülerinnen stört oder sie bedrängt werden. Hört ein Schüler oder eine Schülerin ein STOP, beendet er/ sie ihr/ sein Verhalten.

 

Dreischrittige Ärgermitteilung (SÄM)                       

1. Tat benennen ( Fritz, du hast........)
2. Verletzung zum Ausdruck bringen (Das hat mir weh getan.......)
3. Wunsch deutlich mitteilen (Ich wünsche mir, dass du ab sofort.....)

 

Klassenrat

Der Klassenrat ist eine demokratische Gesprächsrunde. Schülerinnen und Schüler und Klassenlehrkraft treffen sich regelmäßig, um über den Schulalltag zu sprechen und Lösungen für Sorgen und Probleme zu finden.

 

Konfliktlotsen

Konfliktlotsen sind Schülerinnen und Schüler, die helfen, Streitigkeiten zwischen Mitschülern und Mitschülerinnen zu lösen. Diese Streitlösungsgespräche finden nach einem festgelegten Verfahren und nach bestimmten Regeln statt. Die Konfliktlotsen müssen dies erlernen.

Folgender Ablauf soll bei einem Schülerkonflikt beschritten werden: 2 Schülerinnen / Schüler haben Streit – Sie gehen selbstverantwortlich zu den Konfliktlotsen oder sie werden von einer Lehrkraft geschickt – Die Konfliktlotsen lösen den Ärger nach dem erlernten Verfahren. Sie  moderieren zwischen den Streitenden. Die Streitenden werden befähigt den Streit zu lösen

Welche Vorteile bietet dieses Verfahren?
- Schülerinnen und Schüler lernen selbstverantwortlich Konflikte zu lösen und nicht 
           durch die Autorität eines Erwachsenen.
- Die Lösung des Streits wirkt sich positiv auf die Einzelnen und das Schulklima aus.
- Beide Konfliktparteien gehen gleichberechtigt aus der Streitschlichtung, der Streit wird für beide Seiten zufriedenstellend geklärt.

Die Konfliktlotsen sind so ausgebildet, dass sie erkennen, wenn schwerwiegende Konflikte (Mobbing, Gewalttaten, häusliche Probleme) vorliegen. Diese Fälle werden dann von den Konfliktlotsen an die Klassenlehrkraft oder die Schulsozialarbeiter abgegeben.

 

Tat-Ausgleich

Der Tat-Ausgleich dient dem konstruktiven Umgang mit schwerwiegenden Konflikten an der Schule, die einseitig verursacht wurden.
Ein Schüler/ eine Schülerin trägt die Verantwortung für
- körperliche Gewalt,
- Verletzung eines anderen Schülers durch Worte und Taten,
- Diebstahl und/oder
- Sachbeschädigung.


Wer verletzt wurde, hat an unserer Schule ein Recht auf Wiedergutmachung und Ersatz des Schadens. Es erfolgt eine gezielte Unterstützung des Geschädigten. Der Geschädigte kann seine Angst vor dem Täter überwinden und über das Geschehene reden. Er erhält die Gelegenheit, die Folgen der Tat zu verdeutlichen und sich konstruktiv gegen Gewalt zu wehren.
Der Täter erhält die Chance, die Geschädigtenperspektive und die Folgen seines Handelns kennenzulernen und Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen. Der Täter erlebt, dass zwar sein Verhalten abgelehnt wird, nicht aber seine Person. Verläuft die Wiedergutmachung erfolgreich, besteht die Möglichkeit, dass eine Klassenkonferenz abgewendet wird.
Der Tat-Ausgleich wird durch eine Lehrkraft oder Schulsozialarbeiterin moderiert. Es erfolgt ein separates Täter- und Geschädigtengespräch und die Durchführung des Tat-Ausgleichs mit Vertrag und Wiedergutmachung.